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2.6.1 Der einfache Online-Account mit Terminalprogramm

Hierzu benötigen Sie lediglich ein Modem und ein geeignetes Programm. Solche Terminalprogramme gibt es für jeden Rechner und jedes Betriebssystem in reichhaltiger Auswahl (Procomm, Telix, Telemate, Kermit usw.). Die meisten haben auch die Möglichkeit eines Dateitransfers integriert. Mit dem Terminalprogramm wählen Sie die Telefonnummer eines anderen Rechners und schalten sich dort auf (dieser Vorgang wird auch >>einloggen<< genannt). Das ist die übliche Vorgehensweise bei Mailboxen. Wenn der Zielrechner seinerseits vollen Internet-Zugang hat, haben Sie das mit dem einfachen Online-Account in gewisser Hinsicht auch. Allerdings ist Ihr Rechner nur >>indirekter<< Internet-Teilnehmer, er ist nicht selber Teil des Internet, und er hat keine eigene Internet-Adresse.

Sie können die Werkzeuge des Internet jedoch in vollem Umfang einsetzen: sie haben eine eigene Mail-Adresse, können die Net-News lesen, per FTP und Telnet Informationen und Daten beschaffen und, in einfacher Form, sogar WWW benutzen. Für den Einsteiger ist dies sicherlich eine gute Möglichkeit, mit dem Internet in Kontakt zu kommen. Eine Schwierigkeit mag jedoch dabei bestehen: die Rechner, auf denen ein Online-Account eingerichtet wird, sind im allgemeinen Unix-Systeme. Daher ist auf diesem Weg ein gewisses Minimum an Unix-Kenntnissen erforderlich (mehr dazu in Kapitel 3.1).

Es gibt für Unix -Rechner darüber hinaus sogar die Möglichkeit, aus solch einem einfachen Online-Account mit Hilfe einer speziellen Software, dem Term -Paket, einen fast vollwertigen Internet-Zugang zu machen. Wenn Sie dies näher interessiert, können Sie an folgender Stelle mehr darüber nachlesen: W. Sander-Beuermann: IP-Anwendungen ohne IP-Protokoll mit Term. In: iX 10/94. S. 180 ff. [8]

Wenn Sie den Weg über Term ins Internet realisieren, haben Sie wieder einen Fall geschaffen, der den Theoretikern Kopfzerbrechen macht: Sie haben dann den vollen Zugang zu allen Internet-Diensten, benutzen aber nicht das Internet-Protokoll - haben Sie dann einen >>vollen<< Internet Zugang oder nicht? Sie erinnern sich (gewiß), daß wir dieses Problem in Kapitel 2.2 bereits ansprachen? Nun, darüber sollen die Theoretiker streiten, schauen wir lieber, wie es praktisch weitergeht.


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